4 Tages Tour
durch das Steinerne Meer 11.- 14.09.2026
Das Steinerne Meer war das Ziel einer Mehrtagestour und so ging es für 12 Bergfreunde am Freitagmorgen mit 2 Elektro-Kleinbussen in Richtung Königsee. Vom Parkplatz Schönau war jetzt ein Anstieg von 1.000 Hm zum Schneibsteinhaus zu absolvieren. Bei herrlichem Wanderwetter und in moderatem Tempo ging es an der Jennerbahn vorbei und weiter dem Weg in Richtung Süden folgend bis wir nach ca. 400 Hm den Rastplatz „Rotes Kastl“ erreichten, von wo man einen ersten Blick auf den Königsee hat. Das macht Lust auf mehr und so motiviert geht es weiter bis zur Königsbachalm – genau zur richtigen Zeit für eine kurze Pause, um uns für den letzten etwas steileren Teil des Weges zu stärken. Das Schneibsteinhaus liegt direkt in Sichtweite des Jenner und Einige können es sich nicht verkneifen, dem Gipfel noch einen Besuch abzustatten. Bis zum Abend ist die Hütte komplett gefüllt, aber wir haben einen Schlafraum ganz für uns.
Das Wetter verspricht stabil zu bleiben und so starten wir den nächsten Tag gut gelaunt. Wir passieren das Carl von Stahl Haus, über dem sich an den Hängen bereits die ersten Steinböcke zeigen. Der Aufstiegsweg ist noch recht feucht und führt erst durch Latschen dann über schrofige Stufen und schließlich flacher zum Schneibsteingipfel. Auf 2.276 m hat man einen fantastischen Rundumblick. Da es hier meist ziemlich windig ist, gehen wir für eine Pause ein Stück weiter Richtung Osten und haben von hier auch schon den Weiterweg entlang des Hagengebirges im Blick. Vorbei am Windschartenkopf führt uns der Weg nach Süden stetig abwärts und zwischen Gras und Latschen zeigen sich die typischen Karstgesteinsformationen. Die beeindruckende Kulisse mit zahlreichen Löchern und Höhlen lädt ständig zum Verweilen ein, aber wir haben heute eine sehr lange Tagesetappe zu bewältigen. Im geplanten Zeitfenster erreichen wir den Seeleinsee, von dem nur noch ein winziger Tümpel übrig ist, der aber immer noch einen schönen Brotzeitplatz abgibt.
Hinter dem See verlassen wir den Weg der „kleinen Reibn“ auf dem wir uns bisher bewegt haben und steigen in Richtung Süden zum Sattel des Hochgschirr auf, um auf der anderen Seite ca. 750 Hm ins Landthal abzusteigen. Wir sind jetzt bereits fast 7 Stunden in anspruchsvollem Gelände unterwegs und es liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns, der es auch noch einmal in sich hat. Nach einem kurzen, entspannten Waldstück geht es teilweise steil ansteigend, teils querend entlang der Hanauerlaubwand. Von hier hat man einen beeindruckenden Tiefblick auf den Hinter- und den Königsee. Der Weg ist von Regen und Geröll arg in Mitleidenschaft gezogen und verlangt trotz teilweiser Seilversicherung volle Konzentration. In dem absturzgefährdeten Gelände sind Fehler absolut tabu. Nach 9 Stunden erreichen wir endlich das Tagesziel – die Wasseralm, die sich trotz einiger Renovierungen einen ganz besonderen, rustikalen Charme bewahrt hat. Die ruhige Atmosphäre und die Freundlichkeit des Personals lässt uns die Strapazen des Tages ganz schnell vergessen und auch in dem 41 Personen-Lager verbringen wir eine angenehme und ruhige Nacht.
Am nächsten Tag führt der Weg größtenteils durch bewaldetes Gelände, zeigt aber in stetigen Auf- und Ab-Passagen dass wir uns auf Karstgestein bewegen. Die abwechslungsreiche Route führt uns schließlich am Schwarz- und am Grünsee vorbei, wo sich eine ausgiebige Brotzeitpause anbietet. Das Wetter meint es auch diesem Tag gut mit uns und wir erreichen am Nachmittag das Kärlingerhaus. Mit Blick auf den Funtensee und das Schottmaulhorn genießen wir die Eindrücke und können uns in Ruhe mit den Abläufen in diesem sehr viel größeren Haus, als am Vortag vertraut machen.
Wir haben wieder einen Schlafraum für uns und verbringen eine entspannte Nacht, in der sich die angekündigte Schlechtwetterfront schon mal komplett ausgetobt hat. Am nächsten Tag hat sich der Regen verzogen und wir können uns auf den Weg zum Königsee machen. Die 1100 Hm Abstieg absolviert man dabei zum größten Teil über die „Saugasse“. Der Weg ist zwar steil, aber sehr gut präpariert und technisch nicht schwierig. Zum Glück binden der nasse, feine Sand und Kies viel von dem losen Gestein – trotzdem besteht in dieser schmalen Rinne ein enormes Risiko von Steinschlag – ausgelöst durch andere Wanderer. Es heißt also – vorsichtig Steigen und Augen und Ohren offenhalten! Schließlich erreichen wir alle wohlbehalten das Seeufer, an dem es nur noch kleines Stück entlang nach St. Bartholomä und von dort mit dem Schiff zurück nach Schönau geht.
Bei einer letzten gemeinsamen Mahlzeit tauschen wir die, in den vergangenen 4 Tagen gewonnenen Eindrücke aus und nehmen nicht ohne Wehmut Abschied vom Berchtesgadener Land.
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Start in Schönau -
Warmlaufen -
Rast am Roten Kastl -
Blick zum Königsee -
Königsee-Schifffahrt -
Alm-Idylle -
schönes Ferien-Domizil -
Schneibsteinhaus -
neue Regeln für Rucksäcke auf Hütten -
Berge im Nebel -
Blick vom Jenner zum Schneibstein -
Aufstieg_Schneibstein -
Schneibstein-Gipfel -
Schneibstein-Plateau -
am Windschartenkopf (Hagengebirge) -
Abstieg zum Seeleinsee -
Höhle im Karst (Hagengebirge) -
Rast am Seeleinsee -
Landthal_Blick zurück zum Hochgschirr-Sattel -
rustikaler Charme -
Essen fassen -
Gruppe an der Wasseralm (2 Teilnehmer fehlen) -
Rast am Schwarzsee -
Ruhe geniessen -
Blick zum Grünsee -
Auf und Ab im Karstgestein -
und Spaß macht es auch -
Aufbruch am Kärlingerhaus -
Mini-Drachen am Wegesrand -
beeindruckende Gesteinsformation obere Saugasse -
Königsee-Ufer erreicht -
alles klar -
Abschied vom Königsee